• Carola Berthold

Cloud vs. Blockchain im Rechnungswesen

Aktualisiert: Mai 17

Trotz einer verstärkten Digitalisierung in den letzten Monaten setzen Unternehmen neuartige Technologien weiterhin nur zögerlich ein. An den beiden Eckpunkten der Skala der technologiebasierten Lösungen im Rechnungswesen stehen einerseits die Cloud-Lösung und anderseits die Blockchain-Technologie. Sind es bei Cloud-Lösungen 25 % der Unternehmen, die mit der Technologie wenig vertraut sind, sind es bei Blockchain 75 %.

Damit ist Blockchain von allen Digitalisierungs-Technologien am wenigsten in den Unternehmen verbreitet. Das liegt sicherlich auch daran, dass vielen der Mehrwert der Technologie unbekannt ist, beziehungsweise teilweise die Technologie gar nicht kennen.


Die für uns als „normale Anwender“ im Rechnungswesen wesentlichsten Punkte zwischen diesen beiden Technologien, die wir wissen müssen, sind:

  • die in der Cloud gespeicherten Daten sind veränderbar, während die in der Blockchain gespeicherten Datensätze unveränderlich sind

  • die Daten in der Cloud können sowohl öffentlich gemacht als auch privat sein gehalten werden, die Daten in der Blockchain sind jedenfalls öffentlich und transparent.


Die Blockchain Technologie speichert die gesamte Historie aller getätigten digitalen Schritte und macht sie damit unveränderbar und transparent. Eine Manipulation von Daten und Aufzeichnungen ist nicht möglich (sagt man zumindest…). Somit reduziert sie das Risiko jeder technischen Transaktion, schließt Betrug aus und bietet Transparenz für alle Anwendungen. Ein Einsatzgebiet der Blockchain ist in der Abwicklung von Prozessen. Sie ermöglicht als dezentrale Datenspeicherung den Datenfluss zu verwalten und macht damit Daten rückverfolgbar.


Bei der Cloud Technologie handelt es sich um eine Bereitstellung von Speicherplatz. Für Unternehmen ist es praktisch alle Daten in einer Cloud zu haben. Sie können jederzeit auf alle Daten zugreifen, sind dadurch flexibler und müssen sich nicht um Datensicherung, Wartung und Sicherheit kümmern. Viele Unternehmen nutzen diese Technologie bereits und speichern ihre Daten in einer Cloud anstatt traditionell am eigenen Server im Unternehmen.


Die Cloud ist ein Cyberspace, in dem wir online – über das Internet – auf unsere Daten zugreifen können, während die Blockchain ein verschlüsseltes System ist, das verschiedene Arten von Verschlüsselungen verwendet, um Daten in geschützten Datenbanken zu speichern.


Die Daten, die sich in der Cloud befinden sind veränderbar, während die Daten in Form von Datensätzen in der Blockchain unveränderbar sind. Damit ist für Daten in der Cloud keine Manipulationssicherheit gewährleistet, während die Blockchain die Verfälschung von Daten verhindert.


Die Daten und ihre Existenz in einer Cloud können entweder öffentlich oder privat sein, d. h. sie können entweder sichtbar sein oder vor anderen Benutzern verborgen bleiben. Bei der Blockchain Technologie ist die Transparenz der Daten eine ihrer Kerneigenschaften.


Die Vorteile einer Cloud-Lösung liegen auf der Hand. Die Vorteile einer Blockchain sind ebenso vielfältig, sie bringt mehr Datenschutz, Sicherheit und Transparenz und unterstützt damit eine schnelle und sichere Datenübergabe. Jedoch, auch wenn dieser Technologie hohes Potential vorausgesagt wird, sind die derzeitigen Einsatzgebiete noch mehr als überschaubar. Ob sich die Blockchain im Finanzbereich durchsetzt und wie sie zum Einsatz kommen wird, wird die Zukunft zeigen. Derzeit fehlt es dafür sicherlich noch auf vielen Seiten an Expertise.